Nord-Ostdeutsche Gesellschaft für Gynäkologische Onkologie e.V.

AG Translationale Forschung

Prof. Dr. Carsten Denkert
Charité Universitätsmedizin Berlin
Campus Mitte
Institut für Pathologie
Charitéplatz 1

10117 Berlin

carsten.denkert(at)charite.de

 

Stellvertreter:

Prof. Dr. Ioana Braicu;  elena.braicu(at)charite.de

Gegenstand der Arbeitsgruppe Translationale Forschung ist die translationale Begleitung klinischer Studien. Mit der Übertragung von Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung in die klinische Medizin eröffnet translationale Forschung neue Einblicke in einzelne Krankheitsmechanismen und spielt eine immer größere Rolle bei der Ermittlung persönlicher Risiken und der Festlegung personalisierter Therapien.

Studie zur Prognose des Therapieansprechens

An der NOGGO-PREDICTOR-Studie nehmen Patientinnen aller Therapielinien mit Nachweis von Aszites, Pleuraerguss oder Tumorgewebe teil, bei denen eine Chemotherapie mit Carboplatin und Paclitaxel, mit Topotecan oder Caelyx geplant ist. Die Studie untersucht den Stellenwert des CDR (Extreme Drug Resistance) - Chemotherapie-Sensitivitätstests und die Entwicklung eines Resistenz-Chips. Dieses Konzept erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Bis Anfang 2011 konnten 81 Patientinnen aus elf Zentren eingeschlossen werden.

Die Studie ist weiterhin offen. Informationen und Anmeldung (pdf).

Internationale Netzwerke

2009 hat die AG Translationale Forschung das interdisziplinäre, internationale Netzwerk für transnationale Forschung beim Ovarialkarzinom EUTROC (European Network for Translational Research in Ovarian Cancer) gegründet. Dieses multizentrische Netzwerk arbeitet mittlerweile mit 24 Partnern aus zwölf verschiedenen europäischen Ländern zusammen und verbindet Kliniker, Prä-Kliniker, Vertreter der Pharmaindustrie sowie Biotechnologiefirmen. Die EUTROC hat zum Ziel, Diagnostik, Therapie und damit letztendlich die Prognose von Patientinnen mit Ovarialkarzinom zu verbessern. Geeignete Biomarker sind bisher noch weitestgehend unbekannt. Verschiedenste neue zielgerichtete Therapiestrategien befinden sich in der Entwicklung. Geeignete Biomarker sind bisher weitestgehend unbekannt.

Seit Januar 2004 besteht das multizentrische Projekt TOC (Tumorbank Ovarian Cancer Network). In dieser Tumorbank werden prospektiv frisch gefrorenes Gewebe, Serum und Aszites von Patientinnen mit Ovarialkarzinom gesammelt. Bisher sind in dieser medizinischen Datenbank von rund 1.500 Patientinnen Gewebe, Aszites und Blutproben eingelagert. Biomaterial-Banken zählen zu den wichtigsten Ressourcen der translationalen Forschung. Deshalb wird diese Arbeit europaweit unterstützt.

Studien der AG Translationale Forschung