NOGGO e.V.
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Nachruf - Prof. Dr. med. habil. Dirk Elling

Am 1. Februrar 2018 ist Herr Prof. Dr. med. Dirk Elling verstorben. Wir verlieren mit ihm einen innovativen Gynäkologen, begeisternden Lehrer, exzellenten Operateur und herausragenden Menschen, der es verstanden hat, Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedenen Disziplinen und Interessengebieten für ein gemeinsames Ziel zusammenzubringen.

So war er Gründungsmitglied der NOGGO e. V. , Gründer der Studiengruppe ASG(Adjuvant Study Group) und Mitglied verschiedener Fachgesellschaften.

Am 15.3.46 wurde Dirk Elling in Lehrte bei Hannover geboren. Seine kommunistischen Eltern immigrierten zusammen mit ihrem einzigen Sohn 1952 in die DDR. Er wuchs in Berlin-Pankow auf, ging dort zur Schule und studierte an der Medizinischen Fakultät (Charité) der Humboldt-Universität Medizin. Seine klinische Ausbildung von Assistenz- bis Oberarzt erhielt er an der Universitätsfrauenklinik der Charité. Unter dem damaligen Klinikleiter Prof. Dr. Hans Bayer habilitierte er sich mit einer Arbeit über das Zervixkarzinom, die später als Monographie veröffentlicht wurde.

Wie damals für Mitarbeiter einer Universitätsklinik üblich und auch von ihm gewünscht, hat er immer wieder als Arzt in verschiedenen Kliniken in Kuba und Mozambique gearbeitet. Aufgrund seines ausgeprägten wissenschaftlichen Interesses und seiner eigenen Publikationen hatte er die Chance, bereits vor dem Fall der Deutschen Mauer, in Wien, Hamburg, Frankfurt/Main und Ulm an den dortigen Universitätsfrauenkliniken zu hospitieren, an wissenschaftlichen Projekten zu arbeiten und seine eigenen Ergebnisse vorzustellen.

Nach der Wiedervereinigung ist es ihm gelungen, durch wissenschaftliche Projekte Ärzte aus Ost und West zusammenzuführen, ebenso durch die Organisation von Fortbildungsveranstaltungen. So ist er Gründer des Kasseler Fortbildungskurses für Gynäkologische Onkologie der AGO.

In seiner Studiengruppe ASG und später der NOGGO war er einer der Ersten, der die Vorteile der dosisdichten adjuvanten Therapie beim Mammakarzinom erkannten. Parallel arbeitete er auch in Studiengruppen zum Ovarialkarzinom und Zervixkarzinom mit und war dort auch Studienleiter. Ende der 80er Jahre wechselte er in das Oskar-Ziethen-Krankenhaus in Berlin-Lichtenberg und arbeitete dort bis zu seiner Pensionierung als Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe. Dort führte er u.a. operative Workshops zur Therapie des Mammakarzinoms durch, organisierte eines der ersten Brustzentren der Stadt und war einer der Ersten in Berlin mit dem Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie.

Wir haben mit Dirk Elling einen Kollegen und Freund verloren, der unermüdlich neue Impulse für gemeinsame Projekte gegeben hat.

Er wird uns fehlen und wir werden ihn nicht vergessen

Werner Lichtenegger, Dieter Lampe, Jens-Uwe Blohmer und Jalid Sehouli

Vorstand der NOGGO

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