NOGGO e.V.
Headerimage

NOGGO Infobrief 2025

Der Infobrief 2025 ist da! Darin erfahren Sie wieder alles Aktuelle über die Studien und Umfragen der NOGGO und erhalten eine Übersicht über unsere Publikationen.

mehr erfahren

Auf Wunsch senden wir Ihnen die Print-Ausgabe des Heftes gern per Post zu. Senden Sie uns dazu eine E-Mail an: infonoggode.

Die digitale Version finden Sie hier: Infobrief 2025.

weniger anzeigen

Publikation: Expression X - Experiences and Expectations of Advance Directives in Gynecological Cancer Patients

Viele Patientinnen mit gynäkologischen Krebserkrankungen haben keine Patientenverfügung – besonders häufig trifft das auf jüngere Frauen und Patientinnen mit Migrations-hintergrund zu.

mehr erfahren

Eine aktuelle deutschlandweite Umfrage unter 718 betroffenen Frauen ergab, dass nur etwa die Hälfte bereits eine Patientenverfügung verfasst hatte. Patientinnen mit Migrationshintergrund äußerten zudem ein deutlich höheres Bedürfnis nach Informationen in ihrer Muttersprache. Mehr als die Hälfte der Befragten wünschte sich, dass vor allem Hausärzt:innen das Gespräch über eine Patientenverfügung aktiv anstoßen. 

Die Studie verdeutlicht die Notwendigkeit strukturierter und kultursensibler Programme zur Vorausplanung der Versorgung, um allen Patientinnen eine selbstbestimmte Entscheidung am Lebensende zu ermöglichen.

Die Publikation der Umfrage wurde im Juli 2025 in der Fachzeitschrift International Journal of Gynecological Cancer unter dem Titel “Experiences and Expectations of Advance Directives in Gynecological Cancer Patients (The NOGGO-Expression X Study)” veröffentlicht.

Volltext der Publikation

weniger anzeigen

Publikation: NSGO-FANDANGO/ENGOT-EN1

Patientinnen mit fortgeschrittenem oder rezidivierendem Endometriumkarzinom haben trotz der Behandlung mit einer kombinierten Chemotherapie eine schlechte Prognose.

mehr erfahren

Die randomisierte Phase-II-Studie NSGO-FANDANGO/ENGOT-EN1 untersuchte die Zugabe von Nintedanib zusätzlich zur Standardchemotherapie mit Carboplatin und Paclitaxel bei fortgeschrittenem oder rezidiviertem Endometriumkarzinom. Im Ergebnis zeigte sich kein signifikanter Vorteil im progressionsfreien Überleben gegenüber der Placebo-Kontrollgruppe (PFS 7–8,2 Monate). Die Verträglichkeit entsprach den bisherigen Sicherheitsdaten und die Lebensqualität der Patientinnen blieb unbeeinträchtigt. Basierend auf diesen Ergebnissen erscheint eine weitere klinische Untersuchung von Nintedanib in diesem Setting nicht sinnvoll. 

Die Publikation der Studie, an der 146 Patientinnen teilnahmen, wurde im Juni 2025 in der Fachzeitschrift Gynecologic Oncology unter dem Titel 
“NSGO-FANDANGO/ENGOT-EN1: A randomized phase II study of first-line combination chemotherapy with nintedanib/placebo in advanced/recurrent endometrial cancer” veröffentlicht. 

Link zu Gynecologic Oncology

weniger anzeigen

Nachruf auf Andrea Krull

Mit großer Bestürzung und tiefem Mitgefühl nehmen wir Abschied von Andrea Krull, Gründungsmitglied und treibende Kraft des Vereins Gynäkologische Krebserkrankungen e.V.

mehr erfahren

Andrea Krull war eine unermüdliche Stimme für Patientinnen, eine starke Kämpferin und eine warmherzige Persönlichkeit, die uns allen mit ihrem Engagement, ihrer Klarheit und ihrem Mut tief in Erinnerung bleibt. 

Wir sind dankbar für die vielen gemeinsamen Momente - zuletzt im Dezember auf der NOGGO-Jahrestagung, wo wir sie, stellvertretend für alle engagierten Stimmen in Patient:innenvertretungen, für ihr außergewöhnliches Wirken in diesem Bereich auszeichnen durften. Ihr Einsatz für mehr Sichtbarkeit, Aufklärung und Menschlichkeit in der gynäkologischen Onkologie war und bleibt wegweisend.

Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie, ihren Weggefährt:innen und all jenen, die sie inspiriert hat.

weniger anzeigen

Publiziert: Intergroup-Statement zum HRD-Test bei fortgeschrittenem Ovarialkarzinom

Die Bestimmung des homologen Rekombinationsdefekts (HRD) hat sich zu einem zentralen Bestandteil der Therapieplanung beim Ovarialkarzinom entwickelt. Die Vielzahl an verfügbaren Testverfahren, deren unterschiedliche Methodik und fehlende Standardisierung erschweren jedoch die klinische Entscheidungsfindung.

Ziel des interdisziplinären Statements war es, die aktuelle Evidenzlage zu HRD-Tests systematisch aufzuarbeiten und Ärzt:innen in der gynäkologischen Onkologie klare Empfehlungen für den klinischen Alltag zu geben. Diese praxisnahe Orientierung soll dabei untersützen, die personalisierte Therapie von Patient:innen mit Ovarialkarzinom weiter zu verbessern.

mehr erfahren

Neben einer Übersicht über etablierte und neue Testverfahren werden in der Publikation praxisrelevante Kriterien für die Indikation von HRD-Testungen aufgeführt, Ausschlusskriterien aufgezeigt und die pathologischen Mindestanforderungen an die Gewebeproben für eine valide Testdurchführung definiert.

Die Publikation erschien im März 2025 im Archives of Gynecology and Obstetrics unter dem Titel „Statement of the German Ovarian Cancer Commission, the North-Eastern German Society of gynecological Oncology (NOGGO), AGO Austria and AGO Swiss regarding the use of homologous repair deficiency (HRD) assays in Advanced Ovarian Cancer“.

Volltext der Publikation

weniger anzeigen

Ergebnisse der INNOVATE-3 Studie veröffentlicht

Diese zulassungsrelevante Phase-3-Studie untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit der TTFields-Therapie mit Paclitaxel (PTX) im Vergleich zu PTX bei Patientinnen mit platinresistentem Eierstockkrebs (PROC). 

Hierfür wurden die 558 Patientinnen, die an der Studie teilgenommen haben, in zwei Gruppen eingeteilt: eine Gruppe erhielt die übliche Chemotherapie mit Paclitaxel (PTX), die andere Gruppe erhielt zusätzlich TTFields mit dem NovoTTF-200(O)-System.

mehr erfahren

Im Hauptergebnis zeigten die Studiendaten insgesamt keinen verbesserten Überlebensvorteil für Patientinnen, die zusätzlich zur Chemotherapie TTFields nutzten. Ein weiterer wichtiger Befund ist, dass die TTFields-Therapie keine neuen Sicherheitssignale oder zusätzlichen systemischen Nebenwirkungen verursachte.

Die Publikation der Studie erschien im März 2025 im European Journal of Cancer unter dem Titel "Tumor Treating Fields therapy in platinum-resistant ovarian cancer: Results of the ENGOT-ov50/GOG-3029/INNOVATE-3 pivotal phase 3 randomized study".

Volltext der Publikation

weniger anzeigen

Publiziert: Ergebnisse der Umfrage Monitor 28 / NOGGO JAGO 16

Die Integration von Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICIs) in die gynäkologische Onkologie stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Krebstherapie dar, bringt jedoch zugleich neue Herausforderungen mit sich – insbesondere im Umgang mit immunvermittelten Nebenwirkungen (irAEs). Ein fundiertes Management dieser teils schwerwiegenden Nebenwirkungen ist essenziell, um die Patient:innensicherheit zu gewährleisten. Trotz der wachsenden Bedeutung von ICIs fehlen bislang umfassende Daten zu den realen klinischen Erfahrungen mit der Behandlung und Nachsorge von irAEs.

mehr erfahren

Ziel der Umfrage war es, einen Einblick in die praktische Handhabung und die Herausforderungen im Management von irAEs bei ICIs in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu gewinnen. Die Ergebnisse zeigen, dass immunvermittelte Nebenwirkungen zu einem festen Bestandteil des klinischen Alltags geworden sind, viele Ärzt:innen jedoch unsicher im Umgang mit ihnen sind. Besonders besorgniserregend ist, dass ein erheblicher Anteil der Befragten nach Beendigung der ICI-Therapie nur noch begrenztes Augenmerk auf irAEs legt. Dies unterstreicht die Notwendigkeit gezielter Fortbildungen sowie einer stärkeren interdisziplinären Zusammenarbeit, um die Versorgung betroffener Patient:innen weiter zu verbessern.

Die Publikation der Monitor 28 Umfrage mit 221 Beantwortungen erschien im Januar 2025 in BMC Cancer unter dem Titel " The implementation and side effect management of immune checkpoint inhibitors in gynecologic oncology: a JAGO/NOGGO survey”.

Volltext der Publikation

weniger anzeigen

Publiziert: Ergebnisse der Umfrage Monitor 21 / NOGGO JAGO 13

Die Bedeutung der ärztlichen Aufklärung ist ein zentraler Bestandteil der modernen Medizin, da sie das fundamentale Recht der Patient:innen widerspiegelt, aktiv in die Entscheidungen über ihre Gesundheitsversorgung einbezogen zu werden. Trotz der entscheidenden Bedeutung dieses Prozesses mangelt es an Daten zu den tatsächlichen Praktiken der ärztlichen Aufklärung in der klinischen Routine.

Ziel der multinationalen, multizentrischen Umfrage war es, die praktischen Herausforderungen und den Umgang mit der ärztlichen Aufklärung in der gynäkologischen Onkologie in Krankenhäusern in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu untersuchen.

mehr erfahren

Die Ergebnisse zeigen einen klaren Bedarf an strukturierten Schulungen zum Thema ärztliche Aufklärung, wobei der Großteil der Teilnehmenden Interesse an entsprechenden Fortbildungen äußerte. Besorgniserregend war zum Beispiel, dass mehr als die Hälfte der Ärzt:innen angab, über Operationen aufzuklären, die sie selbst nie gesehen haben. Zudem zeigten sich neben der mangelnden Ausbildung noch weitere Herausforderungen der ärztlichen Aufklärung wie Zeitmangel, Sprachbarrieren und psychische Belastung durch die Gespräche.

Die Publikation der Monitor 21 / NOGGO JAGO 13 Umfrage mit über 200 Beantwortungen erschien im April 2024 in Archives of Gynecology and Obstetrics unter dem Titel "Informed consent in gynecological oncology: a JAGO/NOGGO survey on real-world practices in daily clinical routine.”

Volltext der Publikation

weniger anzeigen

ENGOT-EN3 PALEO-Studie: Ergebnisse veröffentlicht

Die Ergebnisse der ENGOT-EN3/PALEO-Studie, einer randomisierten Phase-II-Studie, zeigen vielversprechende Ergebnisse für die Kombination aus Palbociclib und Letrozol bei Patientinnen mit östrogenrezeptor-positivem fortgeschrittenem oder rezidivierendem Endometrium-karzinom.

mehr erfahren

Die Studie konnte eine signifikante Verlängerung des progressionsfreien Überlebens nachweisen (8,3 Monate im Vergleich zu 3,1 Monaten mit Placebo) und erreichte damit ihren primären Endpunkt. Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von CDK4/6-Inhibitoren in dieser Patientinnengruppe. Eine Phase-III-Studie ist bereits in Planung.

Die Publikation der ENGOT-EN3/PALEO-Studie, an der 73 Patientinnen (darunter 22 aus Deutschland) teilgenommen haben, erschien im Januar in Gynecologic Oncology unter dem Titel "Palbociclib plus letrozole in estrogen receptor-positive advanced/recurrent endometrial cancer: Double-blind placebo-controlled randomized phase II ENGOT-EN3/PALEO trial".

Volltext der Publikation

weniger anzeigen

Publiziert: "How to Optimize and Evaluate Diversity in Gynecologic Cancer Clinical Trials: Statements from the GCIG-Barcelona-Meeting"

Wir freuen uns, die Veröffentlichung der Volltextpublikation „How to Optimize and Evaluate Diversity in Gynecologic Cancer Clinical Trials: Statements from the GCIG-Barcelona-Meeting“ bekanntzugeben. Dieser Bericht ist das Ergebnis einer internationalen Zusammenarbeit des GCIG mit gynäkologischen Studiengruppen und Industriepartnern, um mehr Chancengleichheit in der gynäkologischen Krebsforschung zu schaffen.

mehr erfahren

Im Rahmen eines internationalen Treffens in Barcelona wurden Strategien zur Verbesserung der Diversität in Studien erarbeitet, darunter Empfehlungen zur Gewinnung und Bindung einer vielfältigeren Teilnehmergruppe sowie zur Standardisierung der Erfassung und Berichterstattung von soziodemografischen Daten. Durch diese Maßnahmen soll die Relevanz und Aussagekraft künftiger Studien für alle betroffenen Patientengruppen gesteigert werden.

Es war uns eine Ehre, dass die NOGGO diese wichtigen Diskussionen und Empfehlungen maßgeblich mitgestalten konnte.

Volltext der Publikation

weniger anzeigen

Publikation Ergebnisse der Monitor 25 Umfrage zum Fertilitätserhalt bei gynäkologischen Tumorerkrankungen

Fortschritte in der gynäkologischen Onkologie führen zu höheren Überlebensraten bei Krebspatientinnen und damit einhergehend wächst die Bedeutung von verschiedenen Fertilitätserhaltungsmaßnahmen, um die Fortpflanzungsfähigkeit nach der Krebsbehandlung zu bewahren. In einer anonymen Umfrage, an der 54 Ärzt:innen in Deutschland teilnahmen, wurden daher deren Kenntnisse, Einstellungen und praktische Erfahrungen zur Beratung bezüglich fertilitätserhaltender Optionen ermittelt.

mehr erfahren

Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass 40 % der Befragten nur minimalen Rat zu diesem Thema geben - hauptsächlich aufgrund mangelnden Wissens, mangelnder Priorisierung und Zeitdruck. Die Überweisungsrate an Spezialist:innen der Reproduktionsmedizin liegt unter 20 %. Die Mehrheit der Befragten kritisierte außerdem die aktuellen Fortbildungsangebote und äußerte starkes Interesse an weiterführenden Schulungen. Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse die Notwendigkeit einer intensiveren und systematischeren Aus- und Weiterbildung im Bereich der Onkofertilität.

Die Umfrage wurde in Annals of Obstetrics and Gynecology unter dem Titel "MONITOR 25: a pilot survey among health care professionals regarding fertility preservation counseling in gynecological cancer patients" veröffentlicht.

Volltext der Publikation

weniger anzeigen

Cookie- & Datenschutz-Einstellungen

close

Auch diese Webseite verwendet Cookies. Einige sind für die ordnungsgemäße Funktionalität der Webseite notwendig, andere bieten Ihnen einige Komfort-Optionen. Entscheiden Sie selbst, welche Cookies Sie akzeptieren und ob wir Daten an Drittanbieter-Server übertragen dürfen:

Notwendig

Komfort

Statistik